Schlafpositionen haben einen Einfluss auf unser Schnarchverhalten. Wie und weshalb erfahren Sie in diesem Beitrag

Wie man sich bettet, so schnarcht man – dieses etwas abgewandelte Sprichwort bedeutet eigentlich nur, dass wir die Gestaltung unseres Lebens selbst in der Hand haben. Je nach dem wie wir handeln, spüren wir die Auswirkungen unserer Entscheidungen. Unser Wohlbefinden ist also direkt von unserem Tun und unserer Einstellung zu den Dingen beeinflusst.

So ist es auch mit dem Schnarchen. Sie können eine Menge dafür tun, um dieses lästige Phänomen in den Griff zu kriegen; zum Beispiel Ihre Schlafposition verändern. Diese hat nämlich einen starken Einfluss auf Ihr Schnarchen. Verschiedene Schlafpositionen haben ihre Vor-und Nachteile, die sich ganz unterschiedlich auswirken.

Zuallererst ein gutes Kopfkissen

Ein gutes Kopfkissen ist wichtig, denn liegt Ihr Kopf zu tief, schwellen Ihre Nasenschleimhäute an. Die Folge ist eine verstopfte Nase und eine erschwerte Atmung. Ohne Kissen kann es auch, insbesondere in Seiten- oder Bauchlage, zu Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich kommen.

Ein geeignetes Kissen sorgt dafür, dass die Nase frei bleibt, und unterstützt gleichzeitig den natürlichen Verlauf der Wirbelsäule. Wir empfehlen, dass Sie sich von Spezialisten beraten lassen, die Ihnen, je nach dem ob Sie in Rücken-, Seiten oder Bauchlage schlafen, das geeignete Kopfkissen empfehlen werden.

Weiterhin hängt die Wahl des Kopfkissens von dem Härtegrad Ihrer Matratze und Ihrem Gewicht ab. Grundsätzlich gilt: Je härter die Matratze, desto höher sollte Ihr Kopfkissen sein, weil Sie bei einer harten Matratze weniger in Ihre Unterlage einsinken.

Sie können auch spezielle Antischnarchkissen benutzen, die den Schläfer oder die Schläferin sanft dazu anregen, den Kopf oder sogar den ganzen Körper in die Seitenlage zu drehen.

Rückenlage

Allgemein als die gesündeste Schlafposition angesehen, hat die Rückenlage viele Vorteile: Kopf, Nacken und Wirbelsäule befinden sich in einer entspannten, natürlichen Haltung zueinander, und durch die gleichmäßige Verteilung des Körpergewichts werden die Organe entlastet.

Der große Nachteil ist hier allerdings, dass die Rückenlage das Schnarchen fördert. Schnarcher sollten daher lieber in Seiten- oder Bauchlage schlafen, insbesondere um so die gefährlichen Apnoen (Atemaussetzer) zu vermeiden.

Bauchlage

Dadurch dass Zunge und der weiche Gaumen in der Bauchlage nicht in den Rachenraum abrutschen können und so die Atemwege freibleiben, ist die Bauchlage eine gute Position um das Schnarchen zu vermindern oder ganz zu unterbinden.

Die Bauchlage hat aber auch Nachteile. Zum einen besteht insbesondere bei einer weichen Matratze die Gefahr, dass der Rücken „durchhängt“ und es dadurch zu Hohlkreuzbildung mit entsprechenden Rückenschmerzen kommt.

Ebenso belastet die seitliche Drehung des Kopfes die Wirbelsäule und den Nackenbereich. Es kann daher leicht zu muskulären Verspannungen im Nackens und der Schulterpartie kommen. Das Kopfkissen sollte also nicht zu groß sein, wenn Sie in Bauchlage schlafen.

Außerdem ist beim Schlafen auf dem Bauch der Unterkiefer weiter vorgeschoben als sonst und der Druck auf die Zähne ist erhöht. Wer sowieso schon gestresst ist, knirscht dann verstärkt mit den Zähnen.

Seitenlage

Die Seitenlage gilt als die zweitgesündeste Schlafposition. Bei geeigneter Matratze und Kopfkissen (siehe oben) bilden Ihr Kopf sowie Brust- und Halswirbelsäule eine gerade Linie. Der Rücken ist durch diese neutrale Haltung entlastet und auch der Schnarchdrang ist verringert.

Es macht durchaus einen Unterschied, ob Sie auf der linken oder rechten Seite schlafen.

Wenn Sie Herzprobleme haben, sollten Sie auf der rechten Seite schlafen. Die Erklärung ist folgende: Wenn Sie auf der linken Seite schlafen, lastet das Gewicht Ihres Oberkörpers auf Ihrem Herz. Dies kann dazu führen das der Körper Stresshormone ausschüttet, um die Herzfunktion zu unterstützen. Ein friedvoller Schlaf wird dann erheblich erschwert.

Schlafen auf der linken Seite kann aber auch Vorteile haben. Dadurch, dass in dieser Lage der Magen tiefer als die Speiseröhre liegt, wird verhindert, dass Magensäure in die Speiseröhre fliesst; sonst ein unangenehmer Auslöser für Sodbrennen.

Fazit

Eine gute fachliche Beratung bezüglich Matratzen und Kopfkissen ist aus unserer Sicht sehr empfehlenswert.

Aber wie auch immer Sie sich betten, es lohnt sich ein wenig darüber nachzudenken, welche Schlafposition gerade für Sie geeignet sein könnte. Mit wenig Aufwand können Sie Ihre Schlafqualität erheblich verbessern und so wieder zu einem ruhigen und erquickenden Schlaf finden.