Wenn man sich die Ursachen der Schlafapnoe anschaut, muss man zunächst einmal zwischen den zuvor beschriebenen Formen unterscheiden, da die beiden Arten zumeist sehr unterschiedliche Ursachen haben. Dies liegt vor allem daran, dass das Zentrum der Störung in verschiedenen Teilen des Körpers liegt.


Risikofaktoren beim obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom

Bei dem obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom gibt es viele verschiedene Faktoren, die die Krankheit begünstigen können. An erster Stelle steht das Übergewicht. Wie bereits erwähnt, sind in etwa 80% der Menschen, die an einer Schlafapnoe leiden, übergewichtig. Das Übergewicht belastet den Kreislauf und führt dazu, dass sich Fett in allen Regionen des Körpers einlagert. Diese Verfettung findet auch im Rachen statt und führt dort zu einer Verengung.

Hinzu kommt das Alter. Je älter man ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit an Schlafapnoe zu erkranken. Männer zwischen 30 und 60 Jahren sowie Frauen nach den Wechseljahren sind besonders gefährdet. Insgesamt sind jedoch mehr Männer als Frauen von der Krankheit betroffen.

Zusätzlich kann die Einnahme von Beruhigungsmitteln oder Schlaftabletten zu einer Schalfapnoe führen. Dies lässt sich damit erklären, dass die Tabletten die Muskeln im Gaumen entspannen lässt, sodass diese schneller erschlaffen und die Atemwege verschließen können. Auch Alkohol oder Drogen können diese Wirkung hervorrufen.

Ebenso können ein extrem zurückliegender Unterkiefer, eine krumme Nasenscheidewand, eine vergrößerte Zunge oder zu große Mandeln als Ursache in Frage kommen.

Weitere Risikofaktoren sind Nasenpolypen, eine Schilddrüsenunterfunktion, Rauchen, eine Schwangerschaft oder bestehende Erkrankungen wie Akromegalie oder Rheuma. Zudem wirken sich unregelmäßige Schlafenszeiten, die häufig mit Schichtarbeit einhergehen, negativ auf die Entstehung von Schlafapnoe aus.

Risikofaktoren beim der zentralen Schlafapnoe

Die zentrale Schlafapnoe hat hingegen ganz andere Ursachen als die obstruktive Form. Da diese Art von einer Fehlsteuerung im Gehirn ausgeht, ist ihr Ursprung im zentralen Nervensystem und muss somit neurologisch betrachtet werden.

Die Fehlsteuerung im Gehirn führt dazu, dass die Muskeln, die zum Atmen benötigt werden, nicht mehr ausreichend gesteuert werden. Das Gehirn „vergisst“ sozusagen, den Muskeln den Befehl zu senden, die Muskulatur zu steuern.

Zumeist ist diese Art der Erkrankung genetisch bedingt, sodass sie weitervererbt wird. Sie kann jedoch auch durch einen Zeckenbiss und einer daraus resultierenden Borreliose entstehen. Auch ein Schlaganfall kann den Ursprung darstellen.