Gesunder Schlaf

Wieviel Schlaf brauchen wir? Warum ist Schlaf eigentlich wichtig? Wir „verschlafen“ im Durchschnitt etwa ein Drittel unseres Lebens. Die Schlafdauer variiert jedoch von Mensch zu Mensch. Während einige Menschen nur etwa vier bis fünf Stunden Schlaf pro Nacht benötigen, sind es bei anderen acht oder neun Stunden. Gesunder Schlaf bedeutet auf jeden Fall, dass wir uns nach dem Aufwachen frisch und erholt fühlen sollten und nicht zwingend einen Mittagsschlaf brauchen, um durch den Tag zu kommen. Außerdem ändern sich der Schlaf und das Schlafbedürfnis von Geburt an bis ins hohe Alter.

Schlafstörungen

Vielen Menschen fällt es schwer einzuschlafen oder durchzuschlafen. Dadurch können sie nicht genug Kraft für den nächsten Tag tanken und fühlen sich müde und abgeschlagen. Es sollte jedoch nicht gleich zu Schlafmitteln gegriffen werden, da diese oft Nebenwirkungen haben und Abhängigkeitsgefahr besteht.

Haben Sie vielleicht eine Schlafstörung? Es gibt über 100 verschiedene Arten davon. Für die meisten von uns ist Schlaf eine Selbstverständlichkeit bis wir entweder zu viel oder zu wenig Schlaf bekommen, oder die Nächte unruhig werden. Wenn Sie mit einer Schlafstörung oder einer schlafbezogenen Atmungsstörung diagnostiziert wurden, interessieren Sie sich vielleicht dafür wo und wie Ihre Diagnose kategorisiert ist. Lernen Sie hier mehr über die internationale Klassifikation von Schlafstörungen. Informationen speziell zu schlafbezogenen Atmungsstörungen – Apnoen oder Hypoventilationssyndromen – finden Sie hier.

Wieviele Stunden sollten wir eigentlich pro Nacht schlafen?

Zu Anfang des 20. Jahrhunderts schlief man im Durchschnitt noch ca. 9 Stunden pro Nacht. Seitdem ist unsere Schlafzeit regelmäßig gesunken. Schlafmediziner halten für Erwachsene eine Schlafdauer von acht Stunden pro Nacht für adäquat und sieben Stunden sollten auf Dauer nicht unterschritten werden. Laut US-amerikanischer Untersuchungen hat der Anteil der US-Bürger im Alter zwischen 25 und 64 Jahren, die weniger als sechs Stunden pro Nacht schlafen, in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen und lag 2004 bei 30 Prozent.

Beeinträchtigungen bei zu wenig Schlaf

Ein gesunder Schlaf ist für eine gute Gesundheit von höchster Bedeutung, doch viel zu viele von uns nehmen den Schlaf als selbstverständlich hin. Vielbeschäftigt mit den Herausforderungen unseres täglichen Leben, lassen wir die Stunden, die wir täglich dem Schlaf widmen, zu kurz kommen. Wir sorgen nicht gut genug für ein gesundes Schlafklima – komfortable Bettenausstattung, ausreichende Verdunkelung im Schlafzimmer und Ruhe, die für einen tiefen Schlaf so wichtig ist.

In der Folge tragen wir die Kosten, die manchmal ganz unerwartet sind. Zum Beispiel bringen einige Untersuchungen unzureichenden Schlaf mit Gewichtszunahme in Verbindung. Ein Mangel an Schlaf beeinträchtigt Konzentration und Gedankenklarheit. Die als REM-Schlaf (Rapid Eye Movement – zu deutsch: schnelles Augenrollen) bekannte Schlafphase spielt eine Rolle bei der mentalen Verarbeitung der Ereignisse des vergangenen Tages und der Organisation des Gedächtnisses. Haben wir zu wenig REM-Schlaf, kann sich das nachteilig auf unser Erinnerungsvermögen auswirken.

Eine langfristige Beeinträchtigung des Schlafes kann auch kardiovaskuläre Erkrankungen nach sich ziehen. Auf kurzfristige Sicht führt ein Schlafdefizit unweigerlich zu Tagesmüdigkeit, ein potenzieller Killer für jeden, der schwere Maschinen bedient oder ein Auto fährt.

Was Sie für Ihre Schlafgesundheit tun können

Ob Sie einen gesunden Schlaf haben liegt auch in Ihrer Kontrolle. Eine ausgewogene Ernährung, Stressabbau, viel Bewegung und Entspannung kann bei Schlafproblemen Wunder wirken. Alkohol und schwere Speisen sollten in den Abendstunden vermieden werden. Schlaffördernd wirken z.B. beruhigende Tees. Damit gelingt es häufig gut, Stress abzubauen und Entspannung herbeizuführen.

Schlafgesundheit, oder Schlafhygiene, sind die Lebensgewohnheiten, die Ihnen helfen, einen gesunden Schlaf zu ermöglichen. Überprüfen Sie Ihre Schlafgewohnheiten anhand der Zehn Gebote für einen gesunden Schlaf . Wenn Sie bei einigen Punkten daneben liegen, überlegen Sie, wie Sie Ihr Verhalten ändern können, um die Regeln besser einzuhalten.

Tagesmüdigkeit

Wer sich tagsüber müde und ausgelaugt fühlt, dem kann ein kleines Nickerchen am Mittag dabei helfen, neue Energie zu tanken. Allerdings sollte die Schlafdauer nicht länger als 30 Minuten betragen, da ein längerer „Tagesschlaf“ zu verstärkter Müdigkeit und Abgeschlagenheit führen kann.

Ursache für Tagesmüdigkeit können auch nächtliche Atemaussetzer sein. Bedingt durch verringerte Sauerstoffversorgung und gleichzeitig erhöhte Körperfunktionen, kann der Körper sich nicht umfassend regenerieren. Leistungsdefizite und Abgeschlagenheit sind die Folge. Bei diesen Symptomen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen.

Im Zweifel einen Arzt fragen

Auf dieser Webseite finden Sie viele Informationen und hilfreiche Links zum Thema Schlafapnoe und anderen Schlafstörungen. Wenn Sie vermuten, dass Sie an einer Schlafstörung leiden könnten, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt oder einem Schlafmediziner. Viele Schlafstörungen sind gut behandelbar, wenn sie richtig und früh genug diagnostiziert werden.