Wenn ein Mensch längere Zeit ohne Sauerstoffzufuhr auskommen muss, hat das massive Auswirkungen auf die Gesundheit. Der eingeatmete Sauerstoff wird normalerweise über das Blut durch den gesamten Körper transportiert. Umgekehrt werden beim Ausatmen auch Schadstoffe aus dem Körper befördert. Ist dieser Prozess gestört, steigt der Kohlendioxidgehalt im Blut. Das hat Folgen für die vitalen Funktionen und Organe wie Herz und Gehirn.

Bei einer Schlafapnoe dauern die Atemaussetzer so lange, dass der Körper regelrecht Alarm schlägt. Der Schlafende wacht kurz auf und holt Luft. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrfach in der Nacht. Der Schlaf wird massiv gestört und eine typische Folge ist Tagesmüdigkeit. Damit verbunden sind Konzentrationsstörungen und verminderte Leistungsfähigkeit. Die Folgen können je nach Situation durchaus brisant sein. Denken sie nur an eine Arbeit, die hohe Konzentration erfordert. Auch der berüchtigte Sekundenschlaf am Steuer kann Folge eines solchen Schlafapnoe-Syndroms sein. Deshalb dürfen Berufskraftfahrer mit einer unbehandelten Schlafapnoe kein Fahrzeug führen.

Noch dramatischer sind aber die Langzeitwirkungen. Diese reichen von Bluthochdruck bis hin zu einem Schlaganfall oder Herzinfarkt. Tritt ein kleiner Hirnschlag oder Infarkt im Schlaf auf, bekommen sie dies möglicherweise gar nicht mit. Mehrere solche Attacken können aus Ihnen einen Pflegefall machen. So hart es vielleicht klingen mag: Ein Schlafapnoe-Syndrom ist ein Tod auf Raten. Bei jedem Atemaussetzer sterben Gehirnzellen.

In Deutschland sind etwa vier Prozent der Männer und etwa zwei Prozent der Frauen von solchen behandlungswürdigen schlafbezogenen Atemstörungen betroffen.

Schnarchen macht Atemaussetzer hörbar

Auffällig werden Atemaussetzer, wenn der Betroffene beim Schlafen schnarcht. Dann ist das regelmäßige Ein- und Ausatmen deutlich hörbar. Wenn das aber Geräusch ausbleibt und der Schlafende kurz darauf, deutlich hörbar, mit einem lauten Schnarcher wieder einatmet, war das ein Atemaussetzer. Gut, wenn in diesem Fall nebenan jemand wach liegt, das mitbekommt und es dem Schnarcher mitteilt. Spätestens dann sollte in ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt aber auch bereits wenn sie „nur“ schnarchen. Denn erstens gibt es Hilfsmittel gegen das Schnarchen (wie z.B. Schnarchschiene) und zweitens kann man eine Schlafapnoe nie ganz ausschließen.