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Potenzstörungen durch Schnarchen- Schlafapnoe PDF Drucken E-Mail

GEFÄHRLICHES SCHNARCHEN: POTENZSTÖRUNGEN DURCH SCHLAFAPNOE

Die erektile Dysfunktion, auch im Volksmund Potenzstörung genannt, ist von den internationalen Fachgesellschaften so definiert, dass bei einem Mann dauerhaft die Unfähigkeit besteht, eine Erektion zu bekommen oder für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr aufrecht zu erhalten. Viele Untersuchungen haben bestätigt, dass diese Störung einen erheblichen Einfluss auf Selbstwertgefühl, Lebensqualität und Partnerschaft ausübt. Bekannt ist, dass eine Vielzahl medizinischer und psychologischer Probleme ebenso wie die Lebensweise als Risikofaktor anzusehen sind.


Die exakte Häufigkeit bei der männlichen Bevölkerung ist nicht sicher anzugeben. Die Angaben in wissenschaftlichen Studien schwanken zwischen 20% bis 50%, wobei alle Untersuchungen eine deutliche Zunahme in den letzten Jahren erkennen lassen.


Das Schlafapnoe-Syndrom in Verbindung mit lautem und unregelmäßigen Schnarchen ist wegen seiner Häufigkeit von ca. 4-5 Mio. Betroffenen in Deutschland auch als Volkskrankheit zu bezeichnen. Es ist charakterisiert durch wiederholten Verschluss der oberen Atemwege, die zu Unterbrechungen der Sauerstoffzufuhr während des Schlafes führen und damit einerseits erheblich die Schlafqualität vermindern, andererseits aber auch wesentliche Störungen der Hormondrüsen und auch der Nervenreaktion verursachen, die wiederum von Bedeutung sind für die Erektion.

In vielen wissenschaftlichen Untersuchungen ist inzwischen ein Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und Potenzstörungen nachgewiesen worden. Die Gute Nachricht: Es wurde auch bestätigt, dass durch die erfolgreiche Behandlung der Schlafapnoe meist eine Besserung der erektilen Funktion erreicht wird.

Die Fakten sind:
Potenzstörungen zeigen eine enge Verbindung zum Schlafapnoe-Syndrom.
Ca. 30% der Männer mit Potenzstörungen leiden zusätzlich an einem Schlafapnoe-Syndrom, während umgekehrt 20% bis 30% der Patienten mit Schlafapnoe auch an einer Potenzstörung leiden.

Die Wechselwirkungen:
Die Erektion ist das Ergebnis eines komplexen Vorganges, an dem Hormone, Nerven und das Gefäßsystem beteiligt sind. Auch psychologische Faktoren spielen eine Rolle. Das menschliche Nervensystem hat eine entscheidende Funktion in der Regulation der Erektion. Beim Schlafapnoe-Syndrom wird die Erektion durch Fehlfunktionen des Nervensystems sowohl tagsüber als auch nachts gehemmt.


Während des Schlafes kommt es zu einem deutlichen Anstieg des männlichen Sexualhormons Testosteron ab ca. 20.00 Uhr. Dieser Anstieg ist bei Patienten mit Schlafapnoe deutlich vermindert.
Auch die Produktion gefäßerweiternder Oxide, die bedeutsam sind für eine Erektion, wird durch ein Schlafapnoe-Syndrom vermindert.

 
Schlussfolgerung:
Die normale Erektion ist ein äußerst komplexer Vorgang, der durch ganz unterschiedliche Mechanismen kontrolliert und gesteuert wird. Viele dieser Faktoren werden nachgewiesener Maßen durch ein Schlafapnoe-Syndrom nachhaltig geschädigt, so dass verständlich wird, dass viele Menschen mit einem Schlafapnoe-Syndrom unter Potenzstörungen leiden. Umgekehrt sollte bei Männern, die an Potenzstörungen leiden, ein Schlafapnoe-Syndrom und damit das gefährliche Schnarchen zuverlässig ausgeschlossen werden.
Bei entsprechender Diagnose eines Schlafapnoe-Syndroms ist in nahezu 100% der Fälle eine erfolgreiche Therapie möglich, mit meist positivem Einfluss auf die Potenz.

Quelle: Meine Gesundheit

 

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